Jury 2016

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IMG_9244_webEnno Bunger

Der Ostfriese und Wahlhamburger füttert Melancholiker-Herzen mit Piano, Regen und wortverdrehten Punktlandungen, malt mit Inbrunst den Teufel an die Wand oder den Frosch im Hals grau-bunt. Allzu langes Trübsal blasen ist dennoch nicht sein Ding. Im Gegenteil, manch einer behauptet er hätte ein schier unerschöpfliches Repertoire an herrlichen Flachwitzen im Klavierkasten. Mit seinem neuen, dritten Album Flüssiges Glück hat er sich erstmalig ohne Band ausgetobt und unerwartete Genre-Ausflüge gewagt. Stichwort: Neonlicht!

www.ennobunger.de

Elif

Als Elif 2013 ihr Debütalbum Unter meiner Haut veröffentlicht, hat sie die Popindustrie schon einmal durchgespielt: 2009 verdreht sie nämlich dem Publikum einer dieser großen Casting-TV-Shows die Köpfe, um danach lieber ihr ganz eigenes Ding zu machen. Finden wir gut – denn diese Stimme und Songs brauchen wirklich keinen glitzernden Trubel, die kriechen ganz allein schon dorthin, wo Gänsehaut gebastelt wird. Zur Zeit arbeitet Elif an ihrem zweiten Album. Noch so eine Sache, die wir ganz wunderbar finden!

(Foto: Robin Hinsch)

www.elif-musik.de

 

mcphail umma gumma foto by_conny winter_web_cutRick McPhail

Rick McPhail ist das amerikanischste Viertel von Tocotronic, er sieht phantastisch aus und hat eine Stimme, dass einem die Beine weich werden. Der Gitarrenmaniac ist seit 2004 bei den „Tocos“, doch das reicht ihm nicht. Er jagt seinen kreativen Output bei weiteren Bands, wie Glacier und Mint Mind, in neue Kanäle. Tomte sangen einst im Rick McPhail Song, sie würden rauchen solange es Rick McPhail tut. Also vermutlich für immer. Und wir finden ihn ganz bestimmt mindestens so lange megagut!

(Foto: Conny Winter)

www.tocotronic.de

RHONDA_milo_1023_final_webMilo Milone

Aus den Trümmern der Trashmonkeys steigen 2012 Rhonda hervor und nehmen die 60er gleich wieder mit in das neue Wirkungsfeld. Milo Milone wechselt vom vorherigen Bass ans Frontmikro und die Formation schwappt vom Garage-Sound hin zum Soul und damit Paul Weller und Turbostaat direkt ins Vorprogramm. Mit dem Video Rhonda von Kameramann Alex Rank steigen Rhonda in den Soul-Olymp auf und veröffentlichen 2014 ihr Debüt Raw Love.

(Foto: Carlos Fernández Laser)

www.rhondamusic.com

160126_onejiru_foto_TomTrambow_cut_webOnejiru

Onejiru ist Sängerin, Musikerin, Aktivistin, Moderatorin und Diplom-Geographin in Hamburg – und gestaltendes Verbindungsstück zwischen alle dem! Sie tourt lange Zeit mit Helge Schneider, singt auf Songs von Jan Delay und Patrice, verknüpft englische, deutsche und kiswahili Texte mit Afrobeat und Rock und spielt unter dem Titel Ballet Jeunesse Ballettmusiken mit dem Babelsberger Filmorchester neu ein. Aktuell arbeitet sie an ihrem 2. Soloalbum und engagiert sich im KünstlerInnen-Kollektiv SISTERS. So cool!

(Foto: Tom Trambow)

www.sisters-music.com

Marianne Rosenberg

Seit den 70ern avancierte die gebürtige Berlinerin nicht nur zur Gallionsfigur des modernen deutschen Schlagers, sondern bewegte sich unaufhaltsam auch auf dem hochwertigen Popkultur-Parkett. So tritt sie in den 80ern u.a. mit Rio Reiser oder Extrabreit auf, übernimmt Filmrollen und singt im Musical Die Venus. Doch Rosenberg vertont auch Jazzsongs aus den 40ern schnoddrig neu und wagt zuletzt mit ihrem Solo-Album Regenrhythmus Ausflüge in elektronische Gefilde. Ein Volltreffer für die Jury des Hamburger Musikerpreises.

(Foto: Marianne Rosenberg)

www.rosenberg.de

160122_david_stolzenberg_foto_daniel_feistenauer_cut_webDavid Stoltzenberg

David Stoltzenberg ist als Sänger und Bassist von Pool selbst Krach + Getöse-Veteran. Pool holen sich 2012 mit ihrem fröhlichen Indiediscofunk, Entschlossenheit und moderner Frisur den Titel, um endlich richtig loszulegen. Sie spielen in Texas beim SXSW, stellen mit Harm 2013 die offizielle Hymne für das Berlin Festival und veröffentlichen 2015 ihr Debüt Snacks & Supplies. Nebenbei werkelt Stoltzenberger derzeit an seinem Soloprojekt.

(Foto: Daniel Feistenauer)

www.poolofficial.com

 

Witt-Neumond_Color_by_Carsten_Klick_web_cutJoachim Witt

Als Goldener Reiter galoppiert der Hamburger Joachim Witt einmal quer durch die Neue Deutsche Welle und erfindet sich folgend überschlagene 42 Mal neu. Er liebt den düsteren Industrial-Sound, zeigt mit Freude wie man den Pathos am besten frisiert und liebt Experimente. Seit 1980 veröffentlicht er 14 Alben, steht als Schauspieler unter anderem auf den Bühnen des Thalia und Maxim Gorki Theaters. 2015 dann das neueste Werk Ich. Hey hey!

(Foto: Carsten Klick)

www.joachimwitt.de

 

Jurymitglieder 2009-2015